Ich habe meine Ball Factory fertig gestellt. Vielleicht für den einen oder anderen ganz Interessant, mit welchen Problemen ich so gekämpft habe. Ich habe meine Factory zum Großteil aus bespieltem LEGO aufgebaut, was immer die Besonderheit mitbringt, dass man optisch schöne Teile heraussuchen muss, aber was viel wichtiger ist: Die Mechanik läuft nicht von Anfang an so weich wie mit ganz frischen Teilen.

Mein Modell basiert auf der Anleitung von Blackbird, das Modell selbst auf dem Entwurf von Akiyuki. Ich habe allerdings noch ein paar Modifikationen vorgenommen, zum einen, um die Leichtgängigkeit zu erhöhen und zum anderen um dem GBC Standard besser zu genügen. Das Original Design ist mit einer erhöhten Grundplatte zu weit oben für den Eingang. Der Ausgang liegt immer noch zu weit unten. Eigentlich sollen Ein- und Ausgang auf einer Linie sein. Dabei eigentlich möglichst weit vorne am Modul, weil es den Aufbau in Reihe mit anderen Modulen erleichtert. Den letzten Aspekt habe ich auch nicht ganz berücksichtigt, der Ein- und Ausgang sitzen bei mir genau mittig. Gebaut auf Plate-Brick-Plate. Bei mir ohne Grundplatte, damit ich das Modul später in meiner Vitrine fixieren kann und die Höhen zur Umgebung passen.

Problematisch waren in meinem Setup alle Bewegungen, welche eine Drehbewegung in eine seitwärts Bewegung umgesetzt haben. Dazu kam es in der Variante von Blackbird hinten beim "Tisch", welcher mit den 6 Armen die Fässer weiter schiebt, immer wieder zu Schwergängigkeit. Das hat dann regelmäßig den Arm abgerissen, wo man wirklich nur sehr schlecht dran kommt. Ich habe mich hier dann beim Original Video vom Großmeister bedient und alles was ich nicht erkennen konnte entsprechend selbst überlegt. Der Tisch fährt nun Butterweich hin und her auf beiden Achsen.

Hier noch ein paar kommentierte Impressionen in Schwarz und Rot mit einem hauch Grau für die Zahnräder. Bis auf die Fässer und die 32L Achse aus meinem vorhandenen Sortiment gebaut. :)

Hier einmal ein Gesamteindruck (das blaue dahinter ist übrigens die Strainwave).

Eingangsportal:

Portal von unten + Grundplatte. Unten sind sie alle bunt.

Anpassung am ersten Greifarm. Doppelte Führung an der senkrechten Stange. Durch das zusätzliche Gewicht läuft sie ruhiger:

Hier habe ich dafür gesorgt, dass bei aufstauenden Fässern sich diese durch ineinander schieben schief stellen. Das vorderste Fass bleibt so immer auf Spur. Läuft also auch mit 22 oder 23 Fässern rund:

Hier meine veränderte Führung für den Tisch hinten. So in etwa sieht es beim Großmeister aus. Die Lochbalken gehen nun von hinten nach vorne durch. Es ist pro Schiene auch nur noch einer, so müssen nicht 2 mit dem Loch auf perfekter und gleicher Höhe sein. Das rutscht bei 10% Steigung nun von alleine hin und her. Vorher hat es sich nur sehr hakelig bewegt. Ich denke das liegt am gebrauchten LEGO:

Und dann natürlich beim Upgrade für den Auswurf in 3 Fotos:

Meine Ball Factory ist weiterhin 96 Studs breit. Ich habe entgegen der Anleitung aber alles 13 Studs nach links geschoben. Das Eingangsportal ist zu dem Zweck verändert. Der erhöhte Ausgang passt so auch noch mit auf die Platte.

Ich habe die Stabilität noch ein paar anderen Stellen durch senkrechte Streben erhöht. Damit es nirgendwo auseinander rutschen kann. Ich hatte das bei der zentralen Übersetzung hinter der Kettenmechanik einmal. Danach sind alle Timingeinstellungen wieder durcheinander. Grundsätzlich bin ich wirklich gespannt, ob man das Modul unbeaufsichtigt 8 Stunden laufen lassen kann, und wie viel ABS Abrieb man dann so hat. Die kleinen Ketten für die Bedienung des Tisches mit den 6 Armen hinten zeigen nach 15 Minuten immer schon leichten Abrieb. Die sind dann danach vermutlich komplett durch. ;) Die sind sicherlich sehr schwer zu tauschen. Mir ist eine Kette mal abgegangen beim Bau, als das Modul aber schon zusammen war. Das ist absolutes gefummel.